"Bienvenue" - Deutsch- Französische Jugendfreizeit macht den Harz unsicher
Jugendlich der Ferienfreizeit im Schwimmbad
Am Samstag, 28. Juli 2007 traten wir, 7 Jugendliche aus Pattensen die an der diesjährigen deutsch-französischen Jugendfreizeit teilnahmen, mit unseren französischen Gästen aus St. Aubin-lès-Elbeuf die 1 ½ stündige Fahrt nach Wernigerode im Harz an. Da das Wetter etwas nass war, überlegten sich unsere Betreuer Frank Bank und Nathalie Duhamel schon mal alternative Aktivitäten für die folgenden 14 Tage wie z.B. Boot fahren, tauchen, angeln, etc. Vor der Jugendherberge angekommen mussten wir aber erst einmal ein anderes Problem beheben, das hieß unsere Koffer eine relativ lange Treppe zum Gebäude tragen und dann auch noch in den 1. Stock hinaufzuschleppen. Als wir dann endlich oben ankamen hieß es Bettwäsche besorgen und Zimmer beziehen. Am Nachmittag war Freizeit angesagt. Wir nutzten diese Zeit um Karten zu spielen, während die Franzosen ihren Schlaf nachholten, den sie auf der 12-stündigen Zugfahrt nicht bekamen.
Am Montag machten wir einen Tagesausflug in die Stadt Goslar. Dort bekamen wir eine sehr interessante französische Führung durch die Altstadt, in der uns viel über die Gebäude des 15. und 16. Jahrhunderts berichtet wurde. Nachdem wir im Anschluss noch die Kaiserpfalz besichtigt hatten, durften wir uns ein wenig frei in der Stadt bewegen und shoppen gehen.
Am Mittwochnachmittag besuchten wir das Brockenbad in dem wir uns alle einmal richtig schön im Wasser austoben konnten. Vor allem die Franzosen genossen es die Wasserrutsche zu erobern, denn in ihrem Heimatland gibt es solche Bäder selten.
Am Donnerstag stand uns ein Hammerprogramm bevor, denn es sollte auf den Brocken gehen. Doch nicht mit der Bahn, nein, wir sollten wandern. Um halb 11 holte uns der Nationalparkführer Herr Walter von der Jugendherberge ab und wir fuhren mit der Brockenbahn von Wernigerode bis nach Schierke. Von dort an machten wir uns mit Gesang zu Fuß auf den Weg, um die Spitze des Brockens zu erklimmen.Harzwanderung
Nach ca. 2 1/2 Stunden und mehreren kleinen Pausen erreichten wir ziemlich erschöpft unser Ziel und genossen die Aussicht. Bevor wir mit der Bahn wieder hinab ins Tal zur Jugendherberge fuhren, stärkten wir uns noch einmal und besichtigten ein Museum.
Nachdem am Freitag die letzen Proben für die Delegation beendet waren, machten wir eine kleine Exkursion zum Schloss von Wernigerode. Nach der Führung bekamen wir noch einen Einblick in die Innenstadt von Wernigerode, die wir mit einem kleinen Autozug besichtigten.
Am Samstag war es dann soweit. Die Delegation aus Pattensen und St. Aubin-lès-Elbeuf stand auf der Matte um einmal zu schauen wie es uns denn in Wernigerode gefällt und ob alles in Ordnung war. Zusammen fuhren wir dann nach Goslar in den Rammelsberg, indem wir sehen konnten, wie sich der Abbau von Rohstoffen entwickelte. Anschließend traten wir den Rückweg zur Jugendherberge an, wo der Grill schon auf uns wartete. Nach dem Essen hieß es auch schon Fertigmachen für die Vorführungen, die ein voller Erfolg waren. Natürlich gab es wie jedes Jahr zum Abschluss Geschenke, für die wir uns im Namen aller noch einmal rechtherzlich bei beiden Städten bedanken möchten.

Gruppenfoto

Am Sonntagvormittag starteten wir dann den Tagesausflug zur Rappbodetalsperre und deren Stausee, der ein wichtiger Trinkwasserspender für den gesamten Harz ist. Da am nächsten Tag die Reise nach Berlin im Programm war, galt dieser Tag eher als Ausruhtag. Das heißt mit dem Floß und Ruderbooten über den Stausee tuckern, wobei der ein oder andere dann schon mal absichtlich oder unabsichtlich im Wasser landete, mit oder ohne Klamotten schwimmen gehen und sich am Strand einen schönen Sonnenbrand holen.

Am Montag traten wir dann um 7 Uhr zur 3 stündigen Busfahrt nach Berlin an. Auf dieses Ereignis hatten sich alle, trotz sehr frühem Aufstehen, am meisten gefreut. Auf dem Programm standen Reichstagsführung, natürlich auf Französisch, eine Schifffahrt auf der Spree durch das neue Regierungsviertel, Checkpoint Charlie und die Mauer. Am Ende hatten wir noch die Gelegenheit die Berliner Shoppingmeile unsicher zu machen. Gut gestärkt von McDonalds traten wir dann die Heimreise an und fielen am Abend um halb elf alle todmüde in die Betten.
Am Dienstag besuchten wir ein Grenzlandmuseum, indem uns viel über die damaligen Schwierigkeiten beim Überqueren der Grenze berichtet wurden. Danach machten wir noch eine kleine Tour über das Außengelände des Museums, aber nicht mit dem Bus, sondern zur Abwechslung mal zu Fuß.
Bevor wir am Mittwoch in die Herrmannshöhle, eine Tropfsteinhöhle, in der die Temperatur nur 8°C betrug fuhren, besuchten wir noch eine Glasmanufaktur.
Später veranstaltete die Jugendherberge einen Karaoke-Abend an dem wir mit Begeisterung teilnahmen... Lieder wie „Anton aus Tirol“ und „Abenteuerland“ durften dabei natürlich nicht fehlen.
Am Freitag war dann wieder frühes aufstehen angesagt, denn es ging in das KZ Mittelbau-Dora. Allerdings fiel das Aufstehen diesmal um einiges schwerer, denn am Abend zuvor haben alle bei der Disco ihre letzte Reserven vertanzt. Bevor wir selbst in den Stollen gelaufen sind, um uns ein Bild von den schlechten Verhältnissen, unter denen die Gefangenen die Vergeltungswaffe V2 bauen mussten, zu verschaffen, wurde uns etwas über die damaligen Bedingungen der Arbeiter in dem Lager erzählt.
auf der Heimreise...Am Samstagmorgen hieß es dann so schnell wie möglich Sachen packen, alles im Bus verstauen und losfahren. Doch es ging noch nicht zurück nach Pattensen. Einen Programmpunkt mussten wir noch abarbeiten und das war der Heideparkbesuch. Nach einer 3 stündigen Fahrt mit einem Zwischenstopp bei Burger King kamen wir endlich an. Sofort machten wir uns auf, die unendlichen Weiten des Parks zu erforschen. Um 18h war allerdings leider schon wieder Schluss und wir traten die Heimfahrt an.
Nach dem 2 stündigen Aufenthalt in Pattensen, der mit 5 Pizzablechen und jeder menge Spiele abgeschlossen wurde, hieß es langsam Abschied nehmen, denn es ging zum Bahnhof. Auf Gleis 11 angekommen kullerten auch schon die ersten Tränen. Als der Zug dann um 23:28 einfuhr und wir ganze 3 Minuten Zeit hatten um uns zu verabschieden, überkam uns schon die Sehnsucht. Der Abschied fiel allen sehr schwer, denn in den 14 Tagen hatten sich viele enge Freundschaften gebildet.
Im Großen und Ganzen hat die Freizeit superviel Spaß gemacht und wir freuen uns schon auf die Freizeit nächstes Jahr in Frankreich, an der hoffentlich ein paar mehr Deutsche teilnehmen.
 
Created by Nadine & Marcel